Als Leonard Nimoy in seiner Lebensrolle als Mr. Spok einmal seinem alten Weggefährten Käpt’n Kirk zuflüsterte: „ Alles was ich kenne, ist Logik“, da hatte er zwar ursprünglich nur sein binäres Wesen charakterisieren wollen, doch fasste er damit auch gleichermaßen die Welt der Universumreisenden von Wyoming in Worte. Denn alles, was diese drei eleganten Jungs anpacken, das entspringt einer ihnen ureigenen Logik. Zwar dringt das musikalisch hochbegabte Trio erst rund 40 Jahre später als Nimoy in unendliche Weiten vor, doch würden der kompletten Crew der Enterprise auch heute noch Tränen des Glücks in die Augen schießen, hätte sie in diese abgefahrenen Landschaften vordringen können, die Wyoming auf ihrem zweiten Album „ Moon Jaunt“ entdecken. Man weiß genau: alles muss aus 0 und 1 zusammengesetzt sein. Doch ist in dieser Musik noch etwas verborgen, das einen normalempfindsamen Menschen um den Schlaf bringt.

Hatten David Stieffenhofer und die Gebrüder Manuel und Sascha Lukas auf ihrem knisternden Debüt–Album „ Fountain“ (2013) noch griffige Synthesizer–Landscapes entworfen, irgendwo im Spannungsfeld zwischen The Whitest Boy Alive und Yo La Tengo, so spielt das Trio mit „ Moon Jaunt“ nun den Soundtrack zu einem Leif–Randt–Roman. Hier flirrt und flimmert es in allen Ecken, der Sound ist sanft, die Rhythmen sind komplex. Gemeinsam mit Produzent Oliver Zülch (The Notwist, Slut, Sportfreunde Stiller, Die Ärzte) hat die Band ihren Sound behutsam verfeinert.

Es gibt Songs auf diesem wundersamen und suchterregenden Album, die sind so zart, als habe die Band sie auf Watte gebettet und Songs, welche so splittrig und zittrig sind, als habe die Band sie unter Strom und ins Wasser gesetzt. Stil und Intuition werden hier mit einer solchen Grandezza vereint, wie man es eigentlich nur von Musikern aus New York oder Bristol kennt. Würde man den Versuch wagen, einige ästhetisch verwandte Bands und Musiker aufzuzählen, so würde man vielleicht die Cocteau Twins nennen, sicherlich auch Portishead, The xx, Caribou oder Jon Hopkins.

Dass dieser grandiose Ritt nicht nur auf Platte funktioniert, das bewiesen in jüngster Zeit die umjubelten Konzerte des Trios auf dem Melt!–Festival oder während des Tour–Supports von ChkChkChk oder den Glass Animals.

Presse

  • Wyoming packen einen schon mit „Following Ends“ und lassen einen spätestens mit dem schon nach Weltflucht benannten „Holoscenery“ vergessen, wo man gerade ist (Intro)
  • Heute wurde endlich ihr zweites Album namens „Moon Jaunt“ veröffentlicht und dieses wunderbare Stück vollgepackt mit elf Songs hat mich nochmal um einiges mehr verzaubert. Es hat großes Potenzial mein Album des Jahres zu werden. (Pop10)
  • Auf ihrem zweiten Album „Moon Jaunt“, das im November 2015 erschienen ist, schaffen sie einen sowohl atmosphärischen, als auch mysteriösen Klangteppich aus elektronischen Bassklängen und poppigen Gitarren-Riffs. Mit diesem Sound beweisen Wyoming, warum sie bereits als Vorband für Glass Animals oder !!! (Chk Chk Chk) gebucht worden sind. (Detektor.fm)
  • „Moon Jaunt“ [schickt] den Zuhörer auf eine kleine experimentelle Reise. Wyoming haben sich (…) als interessante Dreampop-Band etabliert. (Bedroomdisco)
  • Die drei verrückten Jungs aus Köln haben einen einzigartigen Sound. Viele Synthies, sehr schwebend, hier und da ein wenig verträumt aber mit komplexen Rhythmen. (Kollektiv Individualismus)

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